Benita Marx sorgt für ersten Offenbacher Heimsieg (20.05.2012)

FCO-Fechter trumpfen bei 5. Stefan-Haukler-Turnier auf

Pokalübergabe



Fünf Anläufe brauchten Offenbachs Fechter beim eigenen Stefan-Haukler-Gedächtnisturniers ehe der erste Heimsieg gefeiert werden konnte. Benita Marx verließ die August-Heim-Halle als strahlende Siegerin. Vom Fechtclub Offenbach kam zudem Florina Plachta auf das Siegerpodest, erkämpfte Bronze. Nadine Stahlberg erreichte Platz sechs, Abigail Stech Platz 13. Inken Opiolka und Sophie Kaschky belegten die Plätze 32 und 75.
„Es war einfach toll, ich habe zuvor bei dem Turnier noch nichts gerissen“, sagte eine fassungslose Benita Marx nach dem Erfolg. Schon in der Vorrunde demonstrierten die Offenbacher wer Herr im Hause ist. Stahlberg, Plachta, Marx und Stech gewannen alle Vorrundenduelle. Alle vier waren von der ersten KO-Phase befreit. Auch Opiolka und Kaschky qualifizierten sich für die KO-Phase. Für Kaschky war jedoch nach dem 10:15 gegen Alexandra Jahn (WMTV Solingen) bereits Endstation.
Opiolka marschierte durch bis in das 32er-KO, musste hier allerdings Frauke Gnaier (Heidenheim) den Vortritt lassen und konnte sich auch nicht über den Hoffnungslauf qualifizieren.
Diesen nutzten sowohl Stech als auch Marx, um sich bis in das Viertelfinale vorzukämpfen. Marx unterlag zuvor der EM-Teilnehmerin Kristin Werner (Waldkirch) 12:15.
Nadine Stahlberg und Florina Plachta qualifizierten sich souverän für das Viertelfinale. In diesem kam es zum vereinsinternen Duell zwischen Stahlberg und Marx, was Marx überraschend deutlich 15:7 für sich entschied. Stahlberg sei nach der langen Saison samt EM-und WM-Teilnahme „einfach ausgelaugt“. An Dramatik nicht zu überbieten war das Viertelfinale von Plachta. Obwohl diese mit einem Vier-Punkte-Rückstand bereits mit dem Rücken zur Wand stand, kämpfte sie sich von 8:12 auf 13:13 heran. Die Lokalmatadorin blieb im Sudden-Death nervenstark und setzte sich am Ende gegen Janna Reimer (OFC Bonn) 14:13 durch.
„Es war wichtig, dass wir nach den zwei Bonner Siegen gezeigt haben, wer Herr im Hause ist“, sagte ein stolzer Interimstrainer Nikolaus Bodoczi.
Nachdem Plachta im Halbfinale erneut hinten lag und im letzten Drittel erneut eine Aufholjagd startete, glaubten die Offenbacher schon an eine Wiederholung des Erfolgs aus dem Viertelfinale. Kristin Werner erkämpfte sich jedoch mühsam einen 15:12-Erfolg, zog ins Finale ein und verwies Plachta auf Platz drei.
Die zweite FCO-Halbfinalistin, Benita Marx, machte es ebenfalls spannend. Die Offenbacherin lag in Führung, blieb jedoch bei 13 Treffern stehen. Kontrahentin Olga Ehler witterte ihre Chance und schloss zum 12:13 auf. Am Ende bewies Marx jedoch Nervenstärke und zog mit einem 15:13-Erfolg ins Finale ein. Damit war klar, nach den zwei Vorjahren wird erneut eine Offenbacherin im Finalgefecht auf die Planche gehen. In diesem bezwang sie in einer erneuten Nervenschlacht Werner, gegen die sie zuvor im Turnierverlauf noch 12:15 unterlag. Der Treffer zum 15:13 durch Marx löste in der August-Heim-Halle riesen Jubelstürme aus.
„Wir haben in der fünften Auflage den ersten Offenbacher Sieg erlebt“, resümierte FCO-Vizepräsident Sport, Georg Anselm. „Wir hatten tolle Gefechte, und eine gute Organisation garantierte einen reibungslosen Ablauf, sodass wir überpünktlich fertig waren“, ergänzte er abschließend.
Den Sparkassen-Siegerpokal erhielt Benita Marx dann aus den Händen vom Vorstandsvorsitzenden der Städtischen Sparkasse Offenbach, dem Schirmherren und Namensgeber des Turniers.