Offenbacher Fechter nur von deutschen Meistern zu bremsen (22.04.2012)

Vize-Titel für Herrenmannschaft und Bronze für Damen bei Deutschen Meisterschaften

Bei den nationalen Meisterschaften der Aktiven mit dem Degen sicherten sich Offenbachs Herren in Tauberbischofsheim sich den Vize-Titel hinter den Gastgebern. Nikolaus Bodoczi, Thorsten Bayer, Rudolf Haller und Lars-Erik Langguth dominierten ihre Vorrundengruppe mit drei Siegen aus drei Gefechten. Auch im 16er-KO ließen die Hessen keine Zweifel aufkommen und verließen nach dem 45:35 über TSV Berlin-Wittenau die Planche als Sieger. Im Viertelfinale trafen die Offenbacher erneut auf ein Team aus der Hauptstadt, das des SC Berlin. Erneut siegten der FCO klar mit 45:33. Auch der Heidenheimer SB konnte im Halbfinale der Offenbacher Siegesserie kein Ende setzen. Nach dem 45:40-Erfolg fanden sich die Hessen im Finale gegen die Gastgeber wieder. In diesem blieben Bodoczi und Co allerdings chancenlos und belegten nach dem 31:45 Rang zwei.
Offenbachs Damen verpassten das Finale nur knapp, belegten am Ende Rang drei. In der Vorrunde gewannen Florina Plachta, Laura Kieslich und die Geschwister Nadine und Sabrina Stahlberg drei von drei Gefechten. Im 16er-KO erzielten die Offenbacher einen klaren 45:36-Erfolg über den FC Leipzig. Mit demselben Ergebnis bezwang der FCO die Lokalmatadoren des FC Tauberbischofsheim im Viertelfinale. Im Halbfinale unterlagen die Hessen dem späteren deutschen Meister Heidenheimer SB 23:45. Das Gefecht um Platz drei war dann aber wieder eine klare Angelegenheit für die FCO-Damen, die Waldkirch mit 45:35 von der Planche schickten.
Tags zuvor trugen die Athleten schon die Einzelwettkämpfe aus. Obwohl der Fechtclub Offenbach mit drei Herren und sieben Damen mit am stärksten vertreten war, mussten der FCO schon im Vorfeld eine bittere Pille schlucken. Während Abigail Stech an der Kadetten-WM teilnahm, wurde parallel ein Qualifikationsturnier ausgetragen. Da die Konkurrenz Ranglistenpunkte ergattern konnten, war Stech nicht mehr für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert und zum Zuschauen verdammt.
Offensichtlich war es für die FCO-Damen auch nicht von Vorteil aufgrund der Saisonleistungen von der Vorrunde befreit zu sein. Florina Plachta unterlag im ersten KO-Gefecht der 43-jährigen Renate Alles (Friesenheim) trotz 10:7-Führung mit 11:15 und belegte Platz 34. Ebenso mussten Sabrina Stahlberg (13:15 gegen Helena Lowack) und Christine Stoppel (10:15 gegen Melinda Kövecs) das Turnier früh auf den Plätzen 33 und 36 beenden.
Besser ins Turnier fand die jüngere der beiden Stahlberg-Geschwister, Nadine. Mit 15:3 dominierte sie im 64er-KO Julia-Amber Skrupke. Siege über Ines Werner (15:10) und Stephanie Suhrbier (15:12) brachten die Offenbacherin ins Viertelfinale. Hier lag sie gegen Ricarda Multerer bereits 6:2 in Führung, musste gegen die spätere Siegerin allerdings eine 10:15-Niederlage hinnehmen. Am Ende sprang für Stahlberg, die noch bei der Jugend an den Start gehen kann, ein beachtlicher fünfter Platz heraus.
Den Sprung ins Viertelfinale verpasste Jennifer Sandmann nur knapp. Nach einer laut Vize-Präsident Georg Anselm „mühseligen Vorrunde“ steigerte sich die Degenfechterin und brachte fortan eine „gute und konzentrierte Leistung“. Belohnt wurde diese mit einer Aufholjagd nach 9:12-Rückstand gegen Inga Schmold im ersten KO-Gefecht. Nach dem sie Julia Morawietz 15:13 bezwang musste sie im 16er-KO allerdings der späteren Vize-Meisterin Judith Stihl (Waldkirch) den Vortritt lassen. Sandmann belegte in der Endabrechnung Platz 14. Benita Marx und Laura Kieslich mussten nach „überzeugenden Leistungen in der Vorrunde“ nach dem 32er-KO die Degen in die Ecke stellen und nahmen die Plätze 22 und 28 mit auf die Heimreise.
Bei den Herren war auch Nikolaus Bodoczi von der Vorrunde befreit. Nach zwei Siegen gegen Wulf Bott (15:8) und Michel Flegler (15:12) war er bereits im 16er-KO. Allerdings musste wie schon Stahlberg bei den Damen sich dem späteren deutschen Meister geschlagen geben. Steffen Launer vom SV Böblingen behielt mit 15:9 die Oberhand. Zweiter Offenbacher wurde Thorsten Bayer, der ebenfalls erst in den KO-Gefechten zum Degen greifen musste. Auch für Bayer war im 16er-KO das Turnier beendet. Der FCO-Athlet unterlag wie schon Vereinskollege Rudolf Haller in der Runde zuvor dem Heidenheimer Stephan Rein. Bayer kam so auf Rang 15, Haller auf Platz 26.
Damit sind die Offenbacher aber in Hessen ohne Konkurrenz. Einzig Moriitz-Arnim Weitbrecht vom UFC Frankfurt konnte mit Platz 28 annähernd mithalten.