12./13.12.2009-SOH Weihnachsturnier des FCO - Deutscher Meisterschaften A-Jgd. Herrendegen in Leverkusen - Internationales Damendegen A-Jgd. Turnier in Grenoble

Bei den Deutschen A-Jugend-Meisterschaften im Herrendegen 2010 in Leverkusen schaffte Nikolaus Bodóczi vom Fechtclub Offenbach unter 96 Teilnehmern nach seinem Triumph bei den Junioren auch hier die erwartungsgemäße Titelverteidigung. Der Offenbacher Ausnahmefechter hatte dabei keine Mühe und besiegte im Finale Lokalmatador Tim Kuchalski von Bayer 04, der ihn noch einige Wochen zuvor bei einem internationalen A-Jugend Turnier in Bonn geschlagen hatte, mit 15:13. Dies war auch für Bodóczi das knappeste Ergebnis beim gesamten Turnier. Zuvor hatte er seinen Gegnern nicht die geringste Chance gegeben. In sieben KO-Gefechten vor dem Finale gelang es sonst niemandem mehr als acht Treffer bei ihm zu setzen. Bei seiner letzten Deutschen Meisterschaft im Jugendbereich konnte Bodóczi als bester Deutscher A-Jugendlicher Maßstäbe setzen und holte verdient Gold. Auch beim Mannschaftswettbewerb konnte Bodóczi sein ganzes Leistungspotential erfolgreich einsetzen. In einer Startgemeinschaft mit den UFC-Fechtern Luis und Moritz Weitbrecht aus Frankfurt gelangte man ohne Schwierigkeiten ins Finale. Wieder stellte sich als Gegner Bayer 04 Leverkusen mit drei eigenen Fechtern, Tim Kuchalski, Robert Styn und Lars Buchholz zum Kampf, alles Namen, die im Einzel unter den besten Acht angesiedelt waren. In einem spannenden Finale führte Nikolaus Bodóczi sein Team mit einem 45:43 Sieg zu Gold. Leverkusen verpasste erneut einen Titel. Bodóczi hingegen stellte einen neuen Record auf. Er hat mit sechs B-Jugend-, drei A-Jugend- Titeln und einem Junioren-Titel im Alter von 16 Jahren zehn Deutsche Meisterschaften errungen.

Auch in diesem Jahr waren vier junge Degendamen vom Fechtclub Offenbach unter 245 Teilnehmerinnen aus zwölf Nationen beim Circuit Européen Cadets, einem Damendegen A-Jugend-Turnier in Grenoble (Fr.), am Start. Florina Plachta und Abigail Stech erreichten zusammen mit noch zwei Deutschen Fechterinnen aus Heidenheim und Tauberbischofsheim die Runde der letzten Acht. Plachta zog nach einem klaren 15:12 Sieg gegen eine Schweizerin ins Halbfinale ein, verlor dann gegen die spätere Turniersiegerin Isabella Barna (USA) und konnte sich aber noch einen bemerkenswert guten 3. Platz sichern. Abigail Stech musste im ersten Finalgefecht gegen die Französin Louise Jacob mit 13:15 die Waffe strecken und belegte einen ebenfalls guten 7. Platz. Hannah Heubeck musste trotz zweier Siege nach der ersten Zwischenrunde aufgeben, Benita Marx scheiterte mit einer 8:15 Niederlage an einer Amerikanerin vor dem 64-er KO.

Beim 20. Offenbacher Weihnachtsturnier, dem SOH-Stadtwerke-Offenbach-Cup, war die Fechthalle des FCO auch in diesem Jahr trefflich gefüllt. Insgesamt 12 Mannschaften aus Darmstadt, Gießen, Hanau, Neu-Isenburg, Langen, Rheinpfalz, Oberhöchstadt und Offenbach als Veranstalter nahmen an dem in Hessen nunmehr seit 20 Jahren sehr beliebten Turnier mit seinem als sehr angenehm empfundenen familiären Flair teil. Die allgemeine Begeisterung bei diesem Turnier ist immer wieder eine positive Werbung für den Fechtsport. Der SOH-Cup wird in zwei Leistungsklassen ausgefochten. Die Mannschaften können sich aus Mädchen, Jungen oder gemischt zusammensetzen. In der Altersklasse der B-Jugendlichen (Jahrg. 1996/97) mit acht Mannschaften erkämpfte die Mannschaft 1 des Fechtclubs Offenbach (Nadine Stahlberg, Reka Klement, John Olten und Frank Weyell) den 3. Platz knapp vor dem Viertplatzierten TV Neu Isenburg nach einer furiosen Aufholjagt durch Nadine Stahlberg. Sieger wurde die Startgemeinschaft Frankfurt/Darmstadt/Hanau vor der Startgemeinschaft Rheinpfalz. Die Plätze 5, 6, 7 und 8 gingen an die Mannschaften Hanau/Darmstadt (Startgemeinschaft), MTV Gießen, TV Langen und FCO 2 (Annhelen Teuchtler, Marius Recheleit und Dominik Schneider). Bei den Schülern war der FCO in diesem Jahr nicht vertreten. Hier gewann der TV Neu Isenburg den Cup vor dem MTV Gießen. Die Plätze 3 und 4 gingen an die Mannschaften 1 und 2 aus Oberhöchstadt. Eine besondere Erwähnung gebührt der Familie Dr. Bernhard Engel, die auch in diesem Jahr wieder mit viel Einsatz dieses Turnier erfolgreich ausrichtete.