Stahlberg macht Bundestrainer Sozanski Spaß (12.11.2012)

Dritter Turniererfolg der Saison für Offenbacher Degenfechterin / „Es macht Spaß ihr zuzusehen“

Beim Hartmann-Cup“ in Heidenheim war Nadine Stahlberg vom FC Offenbach erneut das Maß aller Dinge. Das Turnier der Kadetten (14 bis 16 Jahre) gewann die Hessin ohne Niederlage. Der Erfolg war nach Siegen in Solingen und Klagenfurt bereits der dritte Sieg der laufenden Saison in ihrer Altersklasse. Dazu kommt noch der Gewinn der Hessenmeisterschaft bei den Aktiven.
„Ich habe mich einfach top gefühlt und hatte von Anfang an ein gutes Gefühl“, sagte eine überaus glückliche Nadine Stahlberg. „Ich habe meine Leistung einfach abrufen können, dann lief es. Ich musste in jedem Gefecht aber alles geben. So dominant wie es klingt war ich also gar nicht“, hält sie den Ball dennoch flach.
Bundestrainer Piotr Sozanski war da schon euphorischer. „Es macht Spaß ihr zuzusehen“, so der Damendegen-Verantwortliche, der Stahlberg eine fehlerfreie Leistung attestierte. Vor Jahresfrist holte die für den Fechtclub Offenbach startende an gleicher Stelle bereits Bronze.
Ohne Niederlage qualifizierte sie sich für die KO-Phase. Viertelfinalgegnerin Anastasia Kalonji (Frankreich) bezwang sie mit 15:12, im Halbfinale setzte sich Stahlberg mit 15:13 gegen Kalonjis Landsfrau Oceane Tahe durch. Auch im Finale war die Offenbacherin nicht zu stoppen. Daria Filina (Russland) unterlag ebenfalls 15:13.
„Nadine hat sich mit ihrem Sieg für ihren Fleiß selbst belohnt. Die wachsende Stabilität ist nicht zu übersehen“, bilanzierte Sozanski.
Die beiden jüngeren Athletinnen aus Offenbach konnten derweil wertvolle Erfahrungen sammeln. Noémi Meszaros schaffte den Einzug ins 64er-KO, Sophie Kaschky musste nach der Vorrunde den Degen in die Ecke stellen.
Maximilian Meszaros ging bei den männlichen Kadetten in Bonn an den Start. Gegen die zum Teil zwei Jahre älteren Fechter konnte er sich in fünf Vorrundengefechten einmal durchsetzen. In gleich zwei Gefechten fehlte nur ein einziger Treffer zum Sieg. So musste der FCO-Athlet jedoch das Turnier auf Rang 155 vorzeitig beenden.