Stahlberg düpiert Weltelite in Klagenfurt (29.10.2012)

FCO-Fechterin führt internationale Rangliste an / Mészarós auf Platz 133

Offenbachs Degenfechterin Nadine Stahlberg war beim internationalen Turnier der Kadetten erfolgreich. Die FCO-Athletin verwies in Klagenfurt beim hochbesetztem Cadets Cuircuit die US-Amerikanerin Amanda Sirico auf Rang zwei. Die zweite Offenbacherin, Noémi Mészáros, belegte Platz 133.
Stahlberg tat sich anfangs schwer, musste in der Vorrunde zwei Niederlagen bei sechs Gefechten hinnehmen, stand damit dennoch sicher in der KO-Phase. Schon bei den Siegen in den ersten beiden KO-Runden fand die Hessin nur selten ihren Rhythmus. Aufgrund ihrer individuellen Klasse siegte sie dennoch in beiden Duellen 15:9. „Es hat ziemlich lange gedauert bis ich zu meiner Form gefunden habe. Zum Ende hin kam sie dann jedoch wieder“, sagte Stahlberg. Gegen die Ukrainerin Vlada Kharkova unterlag sie im 32er-KO 11:15, kämpfte sich mit Siegen über die Schwedin Asa Linde (15:6) und Madeline Antekeier (USA) wieder zurück in das Turnier und immer besser zu ihrer Form. Auf dem Weg ins Halbfinale setzte sie sich unter anderem gegen zwei weitere US-Amerikanerinnen durch. Signe Ferguson (15:12) und Madeline Kehl (15:14) mussten Stahlberg den Vortritt lassen. Im Halbfinale revanchierte sich die Offenbacherin dann an Kharkova für die Niederlage im 32er-KO. Im Finale hatte Amanda Sirico mit 15:12 die nächste Dame aus den USA das Nachsehen.
„Es hat sich gezeigt, dass man sich bei internationalen Turnieren keine Fehler mehr leisten darf, da diese sofort bestraft werden“, resümierte Stahlberg. „Einzig die Organisation war eine Katastrophe. Man musste teilweise über eine Stunde lang warten. Da ist es ziemlich schwierig sich warm zu halten“, kritisierte die Offenbacherin.
Stahlberg führt nach dem Erfolg in der internationalen Rangliste mit 150 Punkten vor der Rumänin Constantin Cereza (116). National werden teils andere Turniere mit in die Wertung aufgenommen. Auch hier liegt Stahlberg klar in Führung. Die 16-Jährige sammelte bislang 85,8 Punkte. Vanessa Riedmüller (Heidenheim), die in Klagenfurt Platz sieben belegte, liegt mit 40,8 Punkten auf Platz zwei.
Ihre Vereinskollegin Noémi Mészáros musste nach nur einem Sieg in der Vorrunde früh die Waffen niederlegen und verpasste die KO-Phase. „Ich war sehr aufgeregt und hatte den ganzen Tag schon Angst, dass ich früh rausfliege“, beschrieb sie ihre Nervosität.