Offenbacher gewinnen drei von vier Titeln

Gleich zwei FCO-Teams im Damenfinale / Auch Herren werden Hessenmeister

Damen Einzel Sieger


In Offenbach ermittelten die Fechterinnen und Fechter den hessischen Landesmeister mit dem Degen und dem Florett der Aktiven. Mit dem Degen sicherten sich die Gastgeber gleich drei von vier möglichen Titeln. Sowohl die Damen als auch die Herren gewannen den Teamwettkampf. Während bei den Damen hinter der Meisterin Nadine Stahlberg mit Laura Kieslich, Christine Stoppel, Benita Marx und Vorjahressiegerin Florina Plachta gleich vier Teamkolleginnen folgten, machte bei den Herren der Frankfurter Reinhard Weidlich den Offenbachern einen Strich durch die Rechnung.
Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden Offenbachs Damen. Bereits in der Vor- und Zwischenrunde stellen die FCO-Akteure unter Beweis, wer Herr im Hause ist. So mussten vor der KO-Phase vom Gastgeber nur Sophie Kaschky (21.) und Inken Opiolka (20.) die Waffen niederlegen. In der ersten KO-Runde unterlagen die Offenbacher nur in vereinsinternen Duellen. Jennifer Sandmann setzte sich gegen Abigail Stech durch. Christine Stoppel kegelte Sarah Neder aus dem Turnier. Dennoch standen im Viertelfinale gleich acht Offenbacher. Kieslich setzte sich souverän gegen Anna Jonas (UFC Frankfurt) durch. Stoppel verlies die Planche mit einem 15:7-Erfolg gegen Seija-Christine Schiwek (Kassel). Nadine Stahlberg gewann das FCO-Duell gegen die Junioren-Meisterin Noémi Meszaros (15:11). Marx setzte sich gegen die angeschlagene Plachta mit 15:10 durch. Kieslich (gegen Marx) und Stahlberg (gegen Stoppel) fanden gegen die Vereinskolleginnen die effektiveren Mittel und zogen ins Finale ein, das Stahlberg mit 15:13 für sich entschied.
Nach den Resultaten im Einzel gingen die FCO-Damen auch in den Mannschaftswettkampf als klarer Favorit. Gleich drei Mannschaften stellten die Gastgeber. FCO I mit Nadine Stahlberg, Laura Kieslich, Christine Stoppel und Florina Plachta zogen mit einem deutlichen Erfolg über die Kasseler Equipe ins Finale ein. Nach einem Erfolg gegen Frankfurt stand die zweite Mannschaft des FCO mit Abigail Stech, Benita Marx und Jennifer Sandmann gegenüber. In einem spannenden Duell, das sich jederzeit auf Augenhöhe abspielte, setzte die Junioren-WM-Teilnehmerin Stahlberg im letzten Gefecht die entscheidenden Treffer und führte FCO I zum 45:43-Erfolg.
FCO III mit Sarah Neder, Sophie Kaschky und Noémi Meszaros kam auf Rang sechs.
Im Einzelwettkampf ging in dieser Saison erstmals Nikolaus Bodoczi auf die Planche. Der Offenbacher war gleichzeitig Topfavorit auf den Titel. Zwar fand Bodoczi nur schwer in den Wettkampf, kämpfte sich jedoch bis ins Finale vor. Im gegenüber stand Reinhard Weidlich. Der Frankfurter setzte sich zuvor im Viertelfinale mit 15:14 gegen Thorsten Bayer (FCO) durch, drehte dabei einen Drei-Punkte-Rückstand. Das gleiche Kunststück gelang ihm gegen einen weiteren Offenbacher. Frederic Peignet vergab im Halbfinale eine 13:10-Führung. Im Finale war Bodoczi zwar der aktivere Fechter, lief aber von Beginn an einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 14:14 setzte Weidlich einen Treffer. Bodoczi erhielt jedoch eine zweite Chance, da die Klinge vom Frankfurter beim Treffer brach und damit der Treffer annulliert wurde. Weidlich konterte einen erneuten Angriff und setzte sich erneut 15:14 durch.
Im Teamwettkampf sicherten sich die Offenbacher dann jedoch nach einem Halbfinalsieg gegen Kassel auch im Finale gegen Frankfurt (45:42) durch. Dabei verspielten die FCO-Herren um Nikolaus Bodoczi, Frederic Peignet, Thorsten Bayer und Sebastian Bartsch beinahe einen Neun-Punkte-Vorsprung.
"Wir hatten einen reibungslosen Turnierverlauf mit spannenden und sehr fairen Duellen. Mit Blick auf die Resultate der FCO-Fechter war es ein mehr als erfolgreiches Turnierwochenende für uns. Insbesondere die Leistungen und Erfolge unsere Damen sind beeindruckend. Aber auch mit zwei Podestplätzen im Einzel und dem Titelgewinn mit der Mannschaft brauchen sich unsere Herren nicht verstecken“, so FCO-Präsident Waldemar Krug.
Auch im Florett setzten sich die Favoriten durch. Bei den männlichen Junioren kassierte der Hanauer Alexander Kahl in der KO-Phase in keinem Gefecht mehr als sechs Treffer und verwies den Darmstädter Philip Hohorst auf Rang zwei. Für den einzigen Offenbacher Vertreter Marius Recheleit war die Konkurrenz bereits nach der Vorrunde auf Rang 21 beendet. Bei den Fechterinnen triumphierte Zsofia Zatik (Dörnigheim) mit 15:10 im Finale über Cora Weimer (Gießen). Zatik setzte sich zuvor im Halbfinale gegen die Mitfavoritin Mareile Breithaupt durch.