2. November 2005 - JEM Tapolca: Jennifer Sandmann holt erste Medaille für Deutschen Fechter Bund

Die 18-jährige Offenbacherin Jennifer Sandmann hat am gestrigen Abend mit Rang Drei im Damendegen die erste Medaille für den Deutschen Fechter Bund gesichert. Als eine von insgesamt 4 Deutschen Starterinnen in der Traditionswaffe Damendegen war Sandmann im Feld der 88 Teilnehmern aus 27 Nationen in der Runde der letzten 64 an Rang 14 gesetzt.
Im K.o. focht sich Sandmann souverän bis in das Finale der Besten Acht der Junioren-Europameisterschaften von Tapolca (HUN). Auf dem Wege dorthin eliminierte sie unter anderem die Französin Muriel Julan (15:14), im Tableau der letzten 32 die Italienerin Marzia Muroni (15:9), anschließend Roxana Lazar (ROM) mit 15:14. In ihrem ersten Finalgefecht konnte sich die Deutsche Juniorenmeisterin der Saison 2004/2005 dann gegen Renata Knapik (POL) mit 15:10 durchsetzen. Erst im Halbfinale wurde der Siegeszug der Offenbacherin durch die Ukrainerin und spätere Junioren-Europameisterin Yana Shemyakina gestoppt, der Jennifer mit 9:15 unterlag. Die Ukrainerin ihrerseits war im anschließenden Finale gegen die Schweizerin Eleonore Evequoz mit 15:7 erfolgreich. Die Schweizerin hatte zuvor Valentina Gribowa (EST) mit 15:10 besiegt. Die weiteren Deutschen Vertreterinnen Julia Kirschen (SC Berlin), Verena Hennig (Heidenheimer SB) und Ricarda Multerer (Heidenheimer SB) belegten die Ränge 38, 40 und 66.Ohne Medaille gingen dagegen in der zweiten Entscheidung des Tages die deutschen Herrenflorett-Fechter aus. Für die beste Platzierung aus Deutscher Sicht sorgte hierbei Istvan Takats (OFC Bonn) mit Rang 20 im Gesamtklassement. Er unterlag im Gefecht um den Einzug in die Runde der letzten 16 dem Italiener Massimo Squizzato mit 6:15. Sieger im Herrenflorett wurde der Franzose Pierre Boulle, der sich gegen Alexey Khovansky (RUS) mit 15:10 durchsetzte. Die jeweils Dritten Ränge belegten Valerio Aspromonte (ITA) und Michal Majewski (POL), die ihre Halbfinalgefechte gegen Boulle (10:15) und Khovansky (11:15) verloren. Die weiteren Deutschen Vertreter platzierten sich mit Sebastian Bachmann (TBB), Thomas Stanek (TuS Jena) und Thierry Mittelfarwick (OFC Bonn) auf den Rängen 28, 43 und 48, hatten somit mit den Entscheidungen des Tages nichts zu tun.