8. Dezember 2006 - Ehrenabend beim Fechtclub Offenbach v. 1863

Am vergangenen Freitag hatte der Fechtclub zum Ehrenabend eingeladen, bei dem langjährige Mitglieder geehrt und die erfolgreichen Fechterinnen und Fechter für ihre sportlichen Erfolge im zu Ende gehenden Jahr ausgezeichnet wurden. Zu Beginn gedachten die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und Freunde des Fechtclubs dem vor kurzem verstorbenen langjährigen Trainer des FCO, Stefan Haukler. Präsident Waldemar Krug würdigte noch einmal die Verdienste Hauklers um den Fechtclub, die er sich sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene durch große sportliche Erfolge erworben hat. Waldemar Krug konnte danach zahlreiche Ehrengäste begrüßen, u.a. den 1. Vorsitzenden des Sportkreises Offenbach, Peter Dinkel, den Ehrenvorsitzenden des Sportkreises Artur Schäfer sowie den EX-OB Walter Buckpesch und insbesondere Mitglieder die „Fechtgeschichte" geschrieben haben, wie Lilo König oder Charlotte Timpe. Waldemar Krug bedankte sich dann bei allen Helferinnen und Helfern, die diesen Abend mit vorbereitet hatten. Danach erfolgte die Jubilar-Ehrung, bei der Dr. Bernhard Engel und Dietrich Meyer für 40 Jahre , Klaus Fink, Roland Kaiser und Karl-Heinz Ohlig für 55 Jahre treuer Mitgliedschaft im Verein mit Urkunde und Nadel ausgezeichnet wurden. Ehrenpräsident Hans Hubert würdigte noch einmal die Verdienste der Jubilare, von denen leider eine Reihe nicht teilnehmen konnten. Dazu gehörte auch Lotte Abe, die inzwischen 75 Jahre dem Club verbunden ist. Höhepunkt dieser Ehrungen war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Frau Getrude Schlierbach, die dem Fechtclub seit 79 Jahren angehört und mit ihren 90 Jahren sehr engagiert den Worten von Hans Hubert zuhörte und dabei auch korrigierte und ergänzte. Nach einem sehr gelungenen kulinarischen Ausflug mit chinesischen Variationen und guten „Fechter-Tropfen" nahm dann der „Nikolaus" in Person von Uwe Neder die Verteilung von Päckchen an die jüngsten Mitglieder vor. Auftakt der Sportler-Ehrung bildete die Auszeichnung des Landessportbundes, vorgenommen vom Sportkreisvorsitzenden Peter Dinkel, mit der „silbernen Ehrennadel" an Sabrina Stahlberg, die mit ihren großen nationalen und internationalen Erfolgen in diesem Jahr zur Fechtelite Deutschlands gehört und mit ihrem Sieg als „Deutsche Meisterin" beim Junioren-Damendegenturnier in Offenbach vor wenigen Wochen unangefochten die Nr. 1 in Deutschland ist. Insgesamt 22 Sportlerinnen und Sportler konnten dann weitere Auszeichnungen entgegennehmen, die sie sich alle mit Spitzenplätzen auf Landes- oder Deutschlandebene in der Mannschaft oder im Einzelwettbewerb verdient hatte. Waldemar Krug betonte bei dieser Gelegenheit, daß der Fechtclub Offenbach damit weiterhin als „Spitzenreiter" der Sportvereine dem Namen der Stadt Offenbach als „Sportstadt" alle Ehre macht. Die einzelnen sportlichen Erfolge würdigte in einer sehr gelungenen und mit großem Beifall aufgenommenen Form Christine Stoppel - die dann selbst für ihre sportlichen Erfolge im Damenflorett (u.a. Gewinnerin des „Deutschlandpokals mit der Mannschaft) und ihre engagierte Tätigkeit als Übungsleiterin von Waldemar Krug ausgezeichnet wurde. Die Namen der Sportlerinnen und Sportler (alphabetisch): Thorsten Bayer, Nikolaus Bodoczi, Felix Christel, Julia Engel, Andrea Fuchs, Helena Greß, Hannah Heubeck, Anuschka Joha, Thomas Kaese, Charline Kiendl, Sarah Neder, Virginia Neder, Anke Opiolka, Inken Opiolka, Filip Rivic, Daniel Sandmann, Jennifer Sandmann, Linda Schultze, Nadine Stahlberg, Sabrina Stahlberg, Abigail Stech und Christine Stoppel. Abschluß des offiziellen Teiles bildete dann die „Uraufführung" des vom chinesischen 1. Fernsehprogramm (CCTV) im September ausgestrahlten Films, der anläßlich des Besuches des Offenbacher Fechtclubs in Qingdao gedreht wurde (OP berichtete darüber). Diese 40-minütige Zusammenfasung des 9 Tage dauernden Aufenthaltes in der ehemaligen deutschen Koloniestadt Qingdao weckte trotz der rein chinesischen Kommentare, bei denen nur immer wieder das Wort „Offe - Bacher" vorkam, bei den „Dabeigewesenen" viele Erinnerungen und bot allen, die nicht mit dabei sein konnten, einen sehr informativen Einblick in das chinesische „Fechtgeschehen" während des gesamten Aufenthaltes. Viele Fechterinnen und Fechter mußten danach schon die Feier verlassen, da am nächsten Tag eine Reihe von Turnieren auf dem Plan stand. Für die große Zahl der Gäste ging aber die Feier in sehr familiärer Atmosphäre bis in die frühen Morgenstunden weiter - die „Fechterfamilie" hatte jedenfalls bei diesen Erfolgen allen Grund dazu, den Abend zu genießen