Suhrbiers Erfahrung verhindert Offenbacher Heimsieg (5. Juni 2011)

Stech und Stahlberg „zahlen Lehrgeld“ / Plachta auf Rang sechs

Beim 4. Stefan-Haukler-Gedächtnisturnier des Fechtclubs Offenbach verteidigte Stephanie Suhrbier vom OFC Bonn ihren Vorjahrestitel, bezwang dabei im Halbfinale die erste Offenbacherin Abigail Stech und im Finale deren Vereinskameradin Nadine Stahlberg.

„Stephanie ist eine sehr erfahrene Fechterin, das hat unseren Mädchen gefehlt“, analysierte FCO-Trainer Miklos Bodoczi. „Nadine hätte bei der 14:13-Führung nicht angreifen müssen, da hat sie Lehrgeld bezahlt. Aber nur so können sie es lernen“, ergänzte er. Die vier Jahre ältere Suhrbier behielt im Sudden-Death den kühleren Kopf und siegte am Ende „glücklich, aber nicht unverdient“.

Nadine Stahlberg, Schülerin der Offenbacher Marienschule, belegte damit Platz zwei, nachdem sie im Hoffnungslauf zunächst die Heidenheimerin Kristin Werner 15:14 bezwang und anschließend Werners Schwester Ines im Viertelfinale schlug. Die Drittplatzierter Abigail Stech zeigte sich wie schon bei den Deutschen Meisterschaften vor Wochenfrist in beeindruckender Form. Auf dem Weg ins Semi-Finale leistete sich Stech keine einzige Niederlage, triumphierte im Viertelfinale im vereinsinternen Duell sogar über Florina Plachta. Die sichtlich enttäuschte Plachta erreichte in der Endabrechnung dennoch einen achtbaren sechsten Platz.

Benita Marx (FCO) qualifizierte sich souverän für die Runde der letzten 64. Mit zwei 15:9-Erfolgen gegen Katja Moritz und Alina Nahm stand die Offenbacherin im 32er-Ko. Nach der Niederlage gegen Constanze Borrmann (FC Tauberbischofsheim) belegte Marx Rang 19. Nach nur einem Sieg aus sechs Gefechten war für die fünfte FCO-Athletin Inken Opiolka das Turnier bereits am Samstag mit Platz 75 beendet.

Auf den Spuren seines Vaters war an diesem Wochenende der Kadetten-Weltmeiter Nikolaus Bodoczi. Das Offenbacher Ausnahmetalent war bei den Gefechten mit an der Planche und stand seinen Vereinskameradinnen mit Rat und Tat zur Seite. Talent bewies Bodoczi auch beim Moderieren der finalen Gefechte.