Florina Plachta zweifache Deutsche Meisterin

Offenbacher Fechterin gewinnt im Einzel und mit dem Team

Offenbach (bü) Offenbachs Fechterinnen brillieren bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend in Neheim und sichern sich beide Titel. Im Einzel dominierte Florina Plachta das Starterfeld nach belieben und auch im Team siegten die Athleten des FC Offenbach souverän, verteidigten damit den Titel aus dem Vorjahr.
Im Einzelwettkampf marschierte Florina Plachta überlegen in Richtung Finale. Das engste Gefecht im 16er-Ko entschied sie mit 15:12 gegen Henrike Enders (Lüdenscheider TV) für sich. Im 12er-Ko sowie im Viertelfinale waren Hannah Piesch (15:9) sowie Johanna Schmidt (15:6) chancenlos. Auch das Halbfinale gegen Olga Ehler war mit 15:10 überraschend deutlich. Im Finale besiegte Plachta dann Kristin Werner vom Heidenheimer SB mit 15:8. „Florina erwischte einen echten Sahnetag und dominierte dabei das Geschehen auf der Planche. Die Ergebnisse musste sie sich gegen starke Kontrahenten aber hart erarbeiten“, war FCO-Vize-Präsident Georg Anselm stolz auf die Leistung von Florina Plachta. „Aber nicht nur Florina hat eine tolle Leistung gezeigt, auch Platz drei von Nadine ist aller Ehren wert. Ebenso wie das Abschneiden von Benita Marx, die sechste wurde, und den Plätzen 13 und 29 von Abigail Stech und Inken Opiolka“, ergänzte Anselm.
Die angesprochene Nadine Stahlberg zog ähnlich souverän in das Semi-Finale ein, musste sich hier aber Kristin Werner 9:15 geschlagen geben, zuvor besiegte Werner bereits die Offenbacherin Benita Marx 15:6. Nach der Niederlage im Viertelfinale belegte Marx Platz sechs. „Die Mädchen haben auf einem technisch sehr hohem Niveau gefochten und haben kaum Fehler gemacht“, freute sich Trainer Miklos Bodoczi. Die vierte FCO-Athletin Abigail Stech erreicht am Ende Rang 13. „Schade, sie hat im 16er-Ko etwas ungeduldig gefochten“, erklärte Bodoczi die 7:15-Niederlage gegen Johanna Schmidt (Lüdenscheider TV). Inken Opiolka, ebenfalls vom FCO, kämpfte sich nach drei Siegen in der Vorrunde bis ins 32er-Ko. Hier war allerings gegen Kristin Werner Schluss und Opiolka belegte in der Endabrechnung Platz 29.
Einen Platz dahinter landete die Frankfurterin Sophia Weitbrecht. Die Fechterin vom UFC kämpfte sich wie Opiolka nach drei Siegen in der Vorrunde bis ins 32er-Ko, verlor hier gegen Olga Ehler (SV Waldkirch) 10:15. Ihre Vereinskameradin Anna Jonas startete mit vier Siegen in der Vorrunde besser in das Turnier, musste aber nach Niederlagen gegen Florina Plachta und einer weiteren Niederlage gegen Katja Moritz mit Platz 38 begnügen. Julia-Charlotte Lenz entschied das Gefecht im 64er-Ko gegen Kendra Bittner 15:10 für sich. Gegen die Tauberbischofsheimerin Alina Nahm war eine Runde später dann aber das Turnier für Lenz auf Platz 42 vorzeitig beendet.
Im Teamwettkampf waren die Offenbacher dann aufgrund der Erfolge am Vortag im Einzel auf Position eins gesetzt und hatten im Achtelfinale ein Freilos. Weder die Startgemeinschaft aus Reutlingen und Ulm (45:27) noch die Mannschaften Westfalen I (45:26) konnten im Viertel- repsektive Halbfinale Paroli bieten. Im Finale schlug das Offenbacher Team mit Florina Plachta, Benita Marx, Nadine Stahlberg und Abigail Stech Heidenheim 45:34  und erreichte damit die angestrebte Titelverteidigung. „Ich hatte zu keiner Zeit Zweifel, wer hier als Sieger die Planche verlässt“, resümierte Trainer Miklos Bodoczi. „Die Mädchen sind ihrer Favoritenrolle jederzeit gerecht geworden und haben wie schon im Einzel eine konzentrierte Leistung geboten“, ergänzte er.
Katharina-Sophia Jung, Sophia Weitbrecht, Anna Jonas und Joanna Hesdahl vom UFC Frankfurt setzten sich, trotz nur einem siegreichem Gefecht in der Vorrunde, mit 45:34 im Achtelfinale gegen Berlin I  durch. Im Viertelfinale hatte der FC Tauberbischofsheim dann aber mit 45:42 die Nase vorne und die Frankfurter beendeten das Turnier auf Platz acht.