Nadine Stahlberg stellt große Schwester in den Schatten

Beim Weltcup der Aktiven Fechterinnen in Leipzig hat die erst 15-Jährige Offenbacherin Nadine Stahlberg einen hervorragenden 50. Platz belegt, nach dem sie im 64er-Ko an der späteren Siegerin und 14 Jahre älteren Russin Anna Sivkova nach spannendem Gefecht 12:13 unterlag. Ihre ältere Schwester belegte Platz 145. Die dritte Offenbacherin, Jennifer Sandmann kam auf Rang 112.
Eine imponierende Leistung bot die mit Abstand jüngste Fechterin aus dem Teilnehmerfeld, Nadine Stahlberg, in der Vorrunde, gewann fünf ihrer sechs Gefechte, war im 128er-Ko gesetzt und durch ein Freilos bereits sicher unter den besten 64 Athleten. Im ersten Durchgang im 64er-Ko bezwang sie die Schwedin Emma Samuelson 15:13. Anschließend musste sie gegen Sivkova auf die Planche, verlor denkbar knapp 12:13.
„Das war eine sehr ansprechende Leistung von Nadine“, stellte FCO-Präsident Waldemar Krug fest. „Mit 15 Jahren so bei einem Weltcup aufzutreten ist aller Ehren wert. Da haben wir wohl eine weitere hoffnungsvolle Athletin in den eigenen Reihen“, ergänzte er.
Die große Schwester Sabrina Stahlberg war auf der Planche in der Vorrunde zweimal siegreich. Nach der 8:15-Niederlage im 128er-Ko gegen die Estin Julia Beljajeva war das Turnier allerdings vorzeitig beendet. Jennifer Sandmann erging es ähnlich. Mit vier Siegen aus der Vorrunde stand sie in der ersten Ko-Runde der Britin Corinna Lawrence gegenüber, musste mit 11:15 die Waffen strecken.
Siegerin wurde die Russin Sivkova vor Tiffany Geroudet (Schweiz), beste Deutsche wurde Imke Duplitzer (OFC Bonn) auf Platz neun.