16.01.2011 - Tauberbischofsheimer eine Klasse für sich

Offenbach am Main, den 16. Januar 2011

Florettfechter holen in Offenbacher Stadthalle alle Titel


Erstmalig fanden am Wochenende die Deutschen Meisterschaften der Aktiven im Florettfechten in Offenbach statt. Dabei verdeutlichte der FC Tauberbischofsheim seine Vormachtstellung im Florett und sicherte sich alle vier Titel. Bei den Damen setzte sich Carolin Golubytski durch, Favorit Benjamin Kleibrink sicherte sich den Sieg bei den Herren. Am Sonntag folgten die Mannschaftswettbewerbe, sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren dominierte Tauberbischofsheim die Konkurrenz.
Nichts anbrennen lies Benjamin Kleibrink in der Offenbacher Stadthalle auf dem Weg zu seiner Titelverteidigung. Bis zum Finale konnte keiner seiner Gegner überhaupt zehn Treffer gegen den 25-Jähringen erzielen. Erst im Finale gelang dies dem Bonner Marius Braun, doch mehr war auch für ihn nicht drin. Und das obwohl Braun bis zur völligen Erschöpfung kämpfte und anschließend einige Minuten brauchte, um seinen Vizemeistertitel genießen zu können. Im Halbfinale zuvor hatte sich Braun gegen Vereinskamerad Alljoscha Gollan durchsetzen können, der gemeinsam mit Dominik Behr (FC Tauberbischofsheim) Platz drei belegte. Vom Veranstalter FC Offenbach ging kein Sportler an den Start. „Es ist zwar etwas schade, aber wir sind mit dem Degen deutlich erfolgreicher“, erklärte FCO-Präsident Waldemar Krug. „Dennoch sind wir froh und stolz, zu Ehren Helene Mayers 100. Geburtstag die Deutschen Meisterschaften ausrichten zu dürfen“, ergänzte er. Bester hessischer Teilnehmer war Alexander Kahl von der TG Hanau auf Platz 27. Der Darmstädter Daniel Türkis erreichte Rang 37, Arno Förster (TG Dörnigheim) errang den 39. Platz.
Bei den Frauen zeichnete sich ein hochdramatisches Finale ab. Carolin Golubytskyi kämpfte mit Adduktorenproblemen, musste bereits vor dem Finale behandelt werden. Während des Finales rutsche sie zweimal weg und nahm eine 10-minütige Verletzungspause. Nach neun Minuten stand es zwischen ihr und Anja Schache im vereinsinternen Duell neun zu neun. Erst im Sudden-Death gelang Golubytskyi der entscheidende Treffer. „Ich dachte nicht, dass ich im ersten Turnier nach meiner Babypause nur mit einem Punkt am Titel vorbei schramme“, freute sich Schache über Platz zwei. Den dritten Podestplatz teilte sich eine weitere Athletin vom FC Tauberbischofsheim, Melanie Grube, mit Roxanne Merkl (Bayer Leverkusen). Auch bei den Damen war der FC Offenbach nicht vertreten. Erfolgreichste hessische Teilnehmerin war Sophia Henneberg (51.) von der TG Hanau, dicht gefolgt von ihrer Vereinskameradin Nora Erler auf Platz 53.
„Die Halle war voll besetzt. Wir hatten hier eine wahnsinnige Atmosphäre. Ich denke das war tolle Werbung für Offenbachs Fechter und den Fechtsport insgesamt“, freute sich Organisator Waldemar Krug über einen gelungenen ersten Wettkampftag.
Am Sonntag standen dann die Teamwettbewerbe auf dem Programm. Nach dem schon im Dameneinzel die Podestplätze vorwiegend für den FC Tauberbischofsheim reserviert waren, sollte auch im Mannschaftswettbewerb der Titel folgen. Carolin Golubytskyi, Anja Schache, Katja Wächter und Sandra Bingenheimer deklassierten im Finale Martina Zacke, Katharina Schult und die Geschwister Sophia und Stefanie Reese vom SC Berlin mit 45:16. Das kleine Finale gewann Bayer Leverkusen in Person von Pia Klauck, Jaqueline Sohlow und den Geschwisterpaar Larissa und Roxanne Merkl. Der MTV Mainz hatte mit 33:45 das Nachsehen. Das einzige Team aus Hessen stellten die TG Hanau, die auf den fünften Platz kam.
Auch bei den Herren war das Finale eine klare Angelegenheit für den FC Tauberbischofsheim. Angeführt von Benjamin Kleibrink sicherten sich Johann Gustinelli, Dominik Behr und Lucas Lehmann Platz eins. Zweiter wurde die Mannschaft des OFC Bonn. Spannender war es im Gefecht um Platz drei. Die SB Heidenheim führte bereits 10:20 und 36:39. In einer spektakulären Aufholjagd gelang es dem SC Berlin aber noch, Heidenheim abzufangen und mit dem 44:43-Sieg sich auf Platz drei zu schieben.